Am 29. März 1948 wurde der 1. TTC Schwarz-Gelb Dülken e.V. gegründet. Vom Gründungstag an waren es noch einige Monate bis zur
Währungsreform und bezeichnend für diese Zeit, daß die erste Tischtennisplatte auf dem Kompensationswege erstanden wurde.(450,00 RM und 1 Ztr Kartoffeln). Im ersten Vereins und Trainingslokal stand ein Nebenraum zur Verfügung, in dem
gerade Platz für eine Platte war. Die Mitgliederzahl wuchs anfangs ständig, so das im Laufe der Jahre die verschiedensten Trainings- und Spiellokale bezogen wurden. Der Verein nahm erstmals in der Spielsaison 1948/1949 am
Meisterschaftsspielbetrieb teil.
50er Jahre -Die Blütezeit-
Bald stellten sich auch die ersten Erfolge ein. Die Jugendmannschaft wurde 1949/50 Bezirksmeister, nahm an den Westdeutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften teil und kam hier unter
den letzten vier.Die Damenmannschaft hatte 1952 schon den Aufstieg in die Damen Oberliga erreicht und spielte 7 Jahre bis 1959 in dieser damals höchsten Spielklasse.Die erste Herrenmannschaft spielte ab 1952 in der Landesliga und erreichte
in der Spielzeit 1957/58 für ein Jahr die Zugehörigkeit zur Herren-Oberliga. Namen wie Julius Klüfers, Hardy Altepost ,Klaus Wolff, Erich Horn, Heinz Wefels sowie Kurt und Paul Klonisch sind vielen älteren Tischtennisspielern immer noch
ein Begriff und verkörpern bis heute die hohe Spielkultur des
1. TTC Schwarz-Gelb Dülken in jener Zeit.
Als herausragende Einzelspielerin der Vereinsgeschichte ist Helene Klonisch zu nennen.In der Saison 1957/58 wurde sie zum ersten male Westdeutsche Meisterin im Damen-Einzel. Ein Jahr später konnte sie ihren Titel erfolgreich verteidigen.Sie wurde ausserdem noch Meisterin im Damen-Doppel und im Mixed.
Der 1. TTC Schwarz-Gelb Dülken zählte damals zu den grössten selbstständigen Tischtennisvereinen in Deutschland.Der besondere Stellenwert des Vereins wurde auch von Verbandsseite
erkannt und dementsprechend gewürdigt.In der Saison 1957/58 wurde dem Verein vom Westdeutschen Tischtennisverband der Albrecht-Nicolai-Pokal für besondere Dienste in Tischtennissport verliehen.
Die herausragenden Ereignisse, die die
Namen des 1. TTC Schwarz-Gelb-Dülken und der Stadt Dülken über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden ließen, waren zwei internationale Juniorenmannnschaftsturniere, die jeweils in einer Woche im damaligen Bürgerhaus durchgeführt wurden.
Bei diesen Turnieren waren Mannschaften aus Ungarn,CSSR, Bulgarien, Schweden, Dänemark, Schweiz, Jugoslawien, Polen, Österreich, Holland und Luxemburg in Dülken zu Gast.
Weiter bedeutende Veranstaltungen waren ein Westdeutsches Damen-Ranglistenturnier, ein Jugend-Länder-Vergleichskampf Deutschland-England sowie die Vereinsturniere um das Wahrzeichen der Stadt Dülken.Internationale Freundschaftsbegegnungen führten die Mannschaften des Vereins nach Salzburg, Luxemburg und Rotterdam. In über 55 Jahre Vereinsgeschichte gibt es verständlicherweise nicht nur sportliche Höhepunkte. Es müssen auch Flauten und Durststrecken durchlebt werden.Gegen Ende der 60 Jahre war eine rückläufige Entwicklung festzustellen, die ihren Tiefststand im Jahre1972 erreichte, als der Verein nur noch über eine Damenmannschaft verfügte.
Die Herrenmannschaft musste 1974 wieder in der 3. Kreisklasse beginnen. In diesen Zeiten ist es wichtig gewesen, das einige Spieler “das Fähnchen” über Wasser hielten. Stellvertretend
sei hier Peter Cronen genannt. Erfreulich war es, das einige Jahre später einige Spielerinnen und Spieler, die den Verein zwischenzeitlich verlassen hatten, den Weg zurück fanden und der Verein allmählich wieder aus der Talsohle herauskam.
Gleichzeitig ging es auch mit der Damenmannschaft wieder aufwärts. Sie erreichte noch mal die Oberliga.
Die Schülerinnenmannschaft wollte nicht nachstehen und wurde 1995 Kreis-und Bezirksmeister und belegte bei den Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften einen guten 5. Platz.
Während in den letzten Jahren der Damentischtennissport
sehr rückläufig war, hat sich die 1. Damenmannschaft zum Aushängeschild des Vereins gemacht. Während der letzen 10 Jahre spielte die Mannschaft immer im oberen Bereich der Bezirksliga oder in der Landesliga. In der Saison 2002/2003 wurde
wiederum der Aufstieg in die Verbandsliga geschafft.
Heute zählt der Verein 110 Mitglieder und nimmt mit dreizehn Mannschaften am Meisterschaftsspielbetrieb teil.
Stand 2011